
Nikita braucht dringend Hilfe!
07.10.2010
Vor kurzem kam die Bestätigung, dass auf das Klinikkonto 40000 Euro überwiesen worden sind. Das Geld kam von einem großartigen Menschen, der schon mehrmals Kindern in schwierigen Situationen geholfen hat! Die vollständige Sammeltabelle ist noch nicht fertig, aber es ist schon jetzt klar, dass das Geld für die Transplantation und die ersten zwei Kontrolluntersuchungen ausreichen wird.
04.10.2010
Die Eltern haben sich für eine belgische Klinik entschlossen - Universite Catholique De Louvain Cliniques Saint-Luc. Es ist eine gut durchdachte Entscheidung. Die Operation kostet pauschal 87000 Euro, aus dieser Summe werden die folgenden Ausgaben beglichen: Untersuchung des Spenders und des Rezipienten, Vorbereitung zur Transplantation, Ernäherung und Rehabilitation des Patienten in den ersten 3 Monaten nach der Transplantation.
Den Kindern aus der Ukraine wird es dringend empfohlen – wegen der mangelnden Kontrolle im Heimatland – bis zu der ersten Nachsorgeuntersuchung in der Klinik zu bleiben. Diese Untersuchung findet in 6 Monaten nach der OP statt. D.h., in der Regel verbringen die ukrainischen Kinder, die in Belgien operiert worden sind, dort auch die nächsten 7-9 Monate.
In den letzten Tagen hat Nikitas Bauch sich stark vergrößert und der Junge wurde heller. Leider ist das keine gute Nachricht – da dieser Zustand nicht auf den Rückgang der Bilirubinwerte, sondern auf die fortschreitende Leberinsuffizienz zu führen ist. Heute fand ein Gespräch mit dem Arzt statt, er hat bestätigt, dass die Bauchvergrößerung eine Indiz für diesen negativen Vorgang ist. Nikita ist sehr unruhig geworden...
Nikita ist 9 Monate alt und ihm wurde eine schreckliche Diagnose gestellt – kleinknotige Leberzirrhose.
An seinem vierten Lebenstag, nach einer Hepatitis-B-Impfung, wurde Nikita gelb. Man hat das zuerst nicht ernst genommen, man meinte, es sei lediglich die Neugeborenengelbsucht. Aber die Zeit verging und das Kind blieb gelb. Nach einigen Monaten schlugen die Eltern Alarm und fingen an, Nikita den Krankenhausärzten zu zeigen: zunächst kamen er ins Krankenhaus in Luzk, dann wurde er nach Kiev überwiesen, dort stellt man ihm die Diagnose – Atresie der Gallenwege. Mit dieser Diagnose kommt das 4 Monate alte Baby in die Kinderklinik Lvov, dort wurden seine Gallenwege operiert. Scheinbar ist das schlimmste vorbei, das Kind soll bald aus der Klinik entlassen werden. Aber die Zeit vergeht und dem Kind geht es immer schlechter. Die Leberzellen fingen an abzusterben, es musste dringend eine Transplantation stattfinden! Die Eltern waren bestürzt über dieses Urteil – ihnen wurde doch versprochen, dass nach der OP ihr Kind gesund wird und jetzt muss die Transplantation durchgeführt werden, deren Kosten ca. 65000 Euro betragen. Es bleibt den Eltern auch kaum Zeit, um diesen Betrag zu sammeln. Schlimmer noch – solche Operationen werden in der Ukraine nur bei Kindern ab 6 Jahre, die über ein weit größeres Gewicht verfügen als Nikita, durchgeführt. Die Ärzte empfahlen, Nikita im Ausland behandeln zu lassen.
Eine polnische Klinik hat sich bereiterklärt, den Jungen aufzunehmen, jedoch musste man dafür die erste Rate in Höhe von 3750 € bezahlen. Für die lange Behandlung des Kindes (mehr als 6 Monate), die Operation und die Behandlung seines Vaters, Roman (Diagnose: Lungensarkoidose), verbrauchte die Familie all ihre Ersparnisse, Hilfe können sie nirgendwo bekommen. Da Roman andauernd seinen Sohn im Krankenhaus besucht, verliert er seine Arbeit, und die Familie hat fast kein Geld mehr zum Leben. Bei Nikita sammelt sich Flüssigkeit im Bauch an, sein Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide, die Fahrt nach Polen muss schnellstmöglichst stattfinden. Ganz fremde Leute zeigen Mitleid mit Nikita und verbreiten die Information über ihn über das Internet und nach einigen Wochen wird die erste Rate gesammelt und die Eltern reisen mit dem Kind nach Polen. Nikita übersteht die Fahrt und in Polen beginnt man die zweiwöchige Diagnostik. Die erste Woche ist schon vorbei, das heißt es bleiben nur noch wenige Tage übrig, in denen eine riesige Summe gesammelt werden muss. Nikitas Mutter bekam von polnischen Ärzten die Rechnung, mit einer Mahnung, dass falls die Gelder oder wenigstens die Garantiebriefe der Stiftungen für die Transplantation nicht bis zum 30. August voeliegen, Nikita nicht weiter behandelt wird. Leider kam diese Summe innerhalb dieser kurzer Zeit nicht zustande und Nikita wurde aus der Klinik „rausgeworfen“ – in einem schweren Zustand, mit Fieber über 390!!!
Einige deutsche Hilfsorganisationen haben mit Geld geholfen: «Ein Herz für Kinder» mit einem Beitrag von 20000€ und unser Verein «Ein Recht auf Leben» mir weiteren 5000€. 15000€ wurden in der Ukraine gesammelt. Die Stiftungen „Крила надії“ und „Пчелка“ helfen mit. Es bleiben noch 25000€ übrig. Aber die Zeit läuft davon. Nikita benötigt dringend medizinische Hilfe, die Transplantation muss schnellstmöglich stattfinden! Die Mutter des Kindes, Veronika, ist angesichts dieser Situation verzweifelt. Doch wir hoffen... Hoffen darauf, dass es viele gute Leute auf der Welt gibt, die nicht tadellos zusehen werden, wie das Baby stirbt. Bitte, helft dem Kind! Jeder Cent ist wichtig!


