Sinn des Lebens

Berzan ist am 30.01.2001 als Zwilling zur Welt gekommen. Unser Glück war einfach riesig.

Wir wollten, dass es für immer so bleibt, denn mit der Geburt unserer Kinder, schickte uns Allah so viel Liebe, so viel Freude und Gefühl, dass unsere Familie einfach vollkommen wurde. Wir konnten nicht mal im schlimmsten Albtraum uns vorstellen, dass unser Leben sich so dramatisch ändern wird.

Mit 4,5 klagte unser Sohn erstmalig über Fußschmerzen, die wir ärztlich abklären ließen. Die damals gestellte Diagnose lautete- Arthritis, die dann auch behandelt wurde. Als seine Beschwerden nicht rückläufig wurden, sondern noch zunahmen, wurde er in einem der renommiertesten Krankenhäuser der Türkei untersucht.

Dort erhielten wir dann erstmalig einen Schlag: Diagnose- Neuroblastom. Die Therapie wurde unverzüglich eingeleitet. Man erklärte uns, dass auf Grund der verspäteten Diagnosestellung, Berzan schon die Metastasen in Knochen hatte. Er erhielt ca. 1 Jahr lang Chemotherapie. Im Anschluss erfolgte eine Knochenmarktransplantation von seinem Zwillingsbruder.

Es war alles wieder in Ordnung. Unser Kleiner hat es geschafft! Wir haben es geschafft! Wir waren im siebten Himmel vor Glück und ahnten nicht, dass uns ein noch stärkerer Schlag erwartet. Die Krankheit kam zurück.25 Monate nach der Transplantation haben wir den Kampf gegen Neuroblastom wieder aufnehmen müssen. Unser  Glaube, unsere Hoffnung, unser Wille waren auch diesmal stärker als unser Feind Krebs. Nach einer sieben Monate langen Therapie kam die Erleichterung - Remission.

Aber ständige Angst, dass die Krankheit wieder zurückkommt, begleitete uns Tag und Nacht.

Nach weiteren sieben Monaten bekamen wir die schreckliche Nachricht. Neuroblastom wollte den Berzan einfach nicht loslassen. Sie kam wieder. Wir hatten Angst, dass unser kleiner Sohn nicht mehr genug Kraft haben wird, um den neuen Kampf aufzunehmen.  Es war alles viel schlimmer als vorher. Uns wurde mitgeteilt, dass man Berzan keine intravenöse Chemotherapie mehr zukommen lassen könne. Das einzige, was übrig blieb, war eine orale Chemotherapie zu beginnen und abzuwarten.

Mit der Vorstellung, dass gar nicht mehr hilft und unser Sohn versterben wird, konnten wir nicht leben. Das wird auch kein Elternteil können. Wir wollten die Hoffnung nicht aufgeben und haben uns vorgenommen, bis zum letzt, bis zum Sieg um unser Kind zu kämpfen. In der Türkei gab es keine weiteren Therapieoptionen mehr. In den letzten fünf Jahren wurde alles Menschenmögliche getan.

Durch unsere Nachforschungen stießen wir auf Prof. Lode und die Universitätsmedizin Greifswald. Wir erklärten uns bereit, an Studienversuchen teilzunehmen.

Seit September 2010 befinden wir uns hier in der onkologischen Abteilung in Therapie. Um die Behandlungskosten begleichen zu können, haben wir alles mehr oder weniger wertvolles verkauft.

Die Behandlung ist noch lange nicht zu Ende. Wir haben aber gar keine Mittel mehr, um die Therapie weiter finanzieren zu können. Wir bekamen einen neuen Kostenvoranschlag. Die Kosten für die weitere Behandlung belaufen sich auf 88000 Euro. Davon können wir keinen Cent mehr zahlen.

Wir wenden uns an alle barmherzigen Menschen, an unsere Landsleute, an alle, die uns unterstützen können! Bitte geben Sie uns den Halt! Geben Sie unserem Sohn eine Chance, am Leben zu bleiben und gesund zu werden. Denn unsere Kinder sind der Sinn unseres Lebens!

 Allah segne und behüte Euch.

 Mama von Berzan


Wenn Sie Berzan helfen möchten, können Sie das geld hier spenden:

Konto: 8376077
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Sparkasse Pforzheim-Calw

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